"Wie gehen wir miteinander um?" (pdf herunterladen)

Wo Menschen zusammenarbeiten, lernen und leben, braucht es verbindliche Absprachen, Regeln, Orientierung, wie das Zusammensein funktionieren kann. An der Erarbeitung der notwendigen Regeln müssen alle beteiligt werden, damit die Verbindlichkeit gewährleistet wird. Auch die Konsequenzen von Verstößen sollten mit besprochen und festgelegt werden.

Dies ist besonders wichtig für Kinder und Jugendliche in der Familie, in Schulklassen und Gruppen der Jugendarbeit von Vereinen bzw. Freizeitveranstaltern. Nur so können Kinder lernen, wie Miteinander leben geht und soziale Kompetenz
erwerben.

Die Voraussetzung dafür: Auf die Beziehung ist mehr Aufmerksamkeit zu legen als das gemeinhin passiert. Wir brauchen
dabei mehr Wertschätzung und Akzeptanz für die Person der Menschen, mit denen wir zusammenkommen. Die Unter-
scheidung zwischen der Person und ihrem Verhalten macht dies möglich. Ein bestimmtes Verhalten können wir als
"nicht zu akzeptieren" bewerten. Der handelnde Mensch aber kann trotzdem erfahren, dass wir ihm eine Wiedergut-
machung seiner Fehler - eine Entwicklung zu mehr Verantwortung für das eigene Tun eine Besserung zutrauen und
ihn so als Individuum achten.

Auch für delinquente Jugendliche ist das von Bedeutung. Allein der strafrechtliche Ansatz führt zu keiner positiven Ver-
änderung. Oft entstehen dadurch Racheimpulse, wenn Jugendliche die Verantwortung für ihr Tun nicht übernehmen
und das Unrecht, das sie verursacht haben, nicht einsehen.
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