18. Starnberger Wochenende – Lust auf Lernen?

Ein Blick aus dem Auditorium

 „Lust auf Lernen? – Wie wachsen Schülerinnen und Schüler in die Welt?“ war das Thema des 18. Starnberger Wochenendes

 

Moderatorin Alexandra Lux begrüßt die TeilnehmerInnen und verliest die Grußworte unserer Schirmherrin Simone Fleischmann (Präsidentin des BLLV), die leider selbst verhindert ist.

Sie wünscht sich „eine pädagogische Diskussion über die Rolle der Schule und der Bildung, über die Bedürfnisse unserer Kinder und unserer Gesellschaft. Und wir brauchen Lösungen, die wir konkret umsetzen können. Mit der Kampagne „Zeit für Bildung“ will der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband diesen offenen Dialog anstoßen. Dabei geht es um nichts weniger als um die Frage, wie wir den Kindern und Jugendlichen von heute – unserer Gesellschaft von morgen – die Zeit geben können, die sie als Individuen, aber auch wir alle als Gesellschaft dringend benötigen, um erfolgreich und menschlich zu leben.“

Anschließend begrüßt auch die Hausherrin Sigrid Stollberg (Schulleiterin der Grundschulleitung Montessori-Schule Starnberg Sigrid StollbergGrundschule) und wünscht eine inspirierende Zeit. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Montessori-Schule Starnberg, die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt! – Ebenso ein herzlicher Dank an die HelferInnen im Vorfeld, die auch das ganze Wochenende für unser leibliches Wohl sorgen!

SchülerInnen kommen zu Wort

Niklas Bachmann und Alicia Brandtner von der Münchner StadtschülerInnen-Vertretung sind gekommen um ein kurzes Statement zum Thema „Lust auf Lernen“ abzugeben. Die Aufzeichnung wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt:


„8 Forderungen für die Zukunft an Bayerns Schulen“ ist die aktuelle Kampagne der SSV München

Ein paar wichtige Punkte aus dem Video noch einmal schriftlich:

  • Für viele Schüler ist Bildung ein notwendiges Übel… Bereitschaft für lebenslanges Lernen wird in Schulen durch die Erfahrungen, die Schüler machen nicht vermittelt…
  • Wäre das Kultusministerium eine Firma, wäre diese schon längst bankrottgegangen, bei einer derart miesen Kundenzufriedenheit!
  • Schule wird als notwendiges Übel, eine Pflicht, eine Plage, die man einfach mal ertragen muss, erlebt! Aber auch Pflichten können Spaß machen!
    • Essen – macht auch Spaß, ist ein Genussfaktor! Es gibt zahlreiche Kochshows – wo sind die Schulshows? Feinschmeckertempel – Schulgebäude?
    • Aufs Klo gehen – versiffte Toiletten an den Schulen, da geht man manchmal nicht mal hin, wenn man muss! – Die einzige Motivation ist, weil man ungestört ist und sein Handy nutzen kann!
  • Wie müsste Schule sein, dass die Kunden sich dort freiwillig aufhalten und sich wohl fühlen?
  • Sogar meine Oma kennt meine Lernmethoden noch!
  • Motivation wird gesteigert durch: Selbstbestimmung (Art des Lernens, Inhalte), in Beziehungen lernen (Gruppen), Erfolg: erreichbare Ziele und keine Demotivation durch schlechte Noten
  • Selbstrecherche, sich Inhalte selbst erarbeiten, statt ständig nur zuzuhören
  • interaktive Methoden
  • Ehrenamtliches Engagement ermöglichen
  • Vorbereitung aufs Leben (Schülerfirmen, Steuererklärung)
  • digitale Medien (zur Selbstrecherche und kreativem Lernen)
  • mehr Geld in Bildung investieren!
  • Nachhaltigkeit – Denken und Lernen
  • Lernen soll und muss Spaß machen, es wird Zeit, dass Spaß und Lust am Lernen an deutschen Schulen endlich umgesetzt wird!

StadtschülerInnen Vertretung München

 

Alle ZuhörerInnen waren begeistert und fühlen sich in ihren Ansichten – für die sie sich einsetzen – bestätigt!

 

 

Alexandra Lux stellte nach einer Genuss-Pause das Münchner Manifest vor, das am 04.02.2017 mit 300 Mitwirkenden erstellt wurde. Auch Elfie Schloter, sowie die damalige Stadtschülersprecherin Münchens, Hannah Imhoff waren

Münchner Manifest für Lernen im 21. Jahrhundert

aktiv dabei. Mehr darüber auf der Seite des Münchner Manifests

Zum Nachlesen des Manifests HIER der Downloadlink.

In Gesprächsgruppen hatten alle TeilnehmerInnen danach Zeit, sich über die Inhalte auszutauschen, sich gegenseitig zu inspirieren und zu ermutigen, sich selbst einzusetzen, um Lust am Lernen zu ermöglichen.

 

Inspirierende ReferentInnen am Samstag

Am Samstag Vormittag erläuterte uns das eingespielte Team Dr. Eva Maria Waibel und Dipl. Päd. VD Andreas Wurzrainer „Wie lernen Kinder – orientiert an ihren Möglichkeiten, ihrer Persönlichkeit und an Fragen nach dem Sinn selbständig arbeiten und denken?“

Ein kleiner Einblick in die Lebendigkeit hier:

 

Eine Geschichte über Belohnung und ihre Folgen – Andreas Wurzreiner from Alexandra Lux on Vimeo.

Andreas Wurzrainer entwickelte mit Günter Lueger die Potenzialfokussierte Pädagogik, die er in seiner Volksschule in Itter bei Wörgl lebt. Eva Maria Waibel ist Lehrerin und Dozentin an der Hochschule Tirol. Beide haben ihr Wissen in dem empfehlenswerten Buch „Motivierte Kinder – authentische Lehrpersonen“ aufgeschrieben. Außerdem geben beide weitere Fortbildungen und auch bei YouTube sind viele Aufzeichnungen der Beiden zu finden.

Eva Maria Waibel ist ja auch Referentin am IFZE.

In den Gesprächsgruppen, in denen beide ReferentInnen anwesend waren konnten noch viele spannende Fragen geklärt werden. Alles im Fokus auf „Lust auf Lernen“ für SchülerInnen und LehrerInnen.

Nach der sonnigen Mittagspause gab es die Möglichkeit, einen Workshop mit Andreas Wurzrainer oder den Vortrag von Sibylle Haas und ihren Lerngeschichten zu wählen.

 

Sibylle Haas bringt die Lerngeschichten aus Neuseeland nach Deutschland. Während des 18. Starnberger Wochenendes brachte sie uns diese wundervolle Möglichkeit, die Lernwunder von Kindern (und Erwachsenen) festzuhalten und zu würdigen.

Für Kinder war sogar eine Clownfrau mit ihrem Programm da. So konnte jeder seiner Vorliebe nachgehen, wobei es schon schwer war, auszuwählen!

Die Gesprächsgruppen vertieften sich dann jeweils weiter in ihr Thema!

Nach einem Abendimbiss gab es noch die Möglichkeit gemeinsam den Film „Wunder“ anzusehen. Fast alle TeilnehmerInnen blieben hier und waren froh über ihre Entscheidung. Gemeinsam konnte man die Berührung des Films besser verarbeiten….

Sonntagsabschluss

Der Sonntag Vormittag schloss mit einem gemeinsamen Gespräch mit Elfie Schloter ein spannendes und inspirierendes Starnberger Wochenende ab. Es war eine überschaubare Anzahl von TeilneherInnen, was den Vorteil hatte, dass wir alle gut miteinander ins Gespräch kamen. Alle die nicht dabei waren, haben definitiv etwas verpasst.

 

Nun werden wir sehen, wie es mit dem Starnberger Wochenende weitergehen kann, welche Bedürfnisse Eltern und Pädagogen haben, die trotzdem noch den Raum für einen Denk- und Erlebensprozess bieten.

Für alle, die die Wunder und unzähligen Facetten in Kindern sehen und bewahren, hier noch ein Gedicht von Loris Malaguzzi: Die hundert Sprachen des Kindes

Angebote für Kindertagesstätten

Angebote für Kindertagesstätten

Unser Kind kommt in die Schule – ist ein Projekt, das monatlich einen zweistündigen Termin zu den für die Schulreife relevanten Themen beinhaltet und in Zusammenarbeit mit den Erstklasslehrern des Schulsprengels im letzten Kindergartenjahr veranstaltet wird. (pdf herunterladen)

Gruppengesprächsthemen für Elternabende:

  • Umgang mit Konflikten
  • Worauf es wirklich ankommt (Werteerziehung im Vorschulalter)
  • Streit unter Geschwistern/Spielpartnern
  • Medienerziehung
  • Erziehung zur lustvollen Sinnlichkeit
  • Umgang mit Wut, Zorn, Ärger, Angst und Eifersucht
  • Persönlichkeitsentwicklung (Umgang mit Trotz)
  • Spielen lernen
  • Sprachentwicklung
  • Wie lernt mein Kind richtig essen?
  • Wie werden Kinder schulreif?
  • Wie spreche ich mit meinem Kind über Zeugung, Schwangerschaft, Geburt und Sexualität?
  • Wünsche kann man züchten
  • Anpassung beziehungsweise Grenzen sind notwendig, wenn Kinder belastbar werden sollen
  • Wie stärken wir das Selbstvertrauen?Weitere Angebote des IFZE für ErzieherInnen:
  • 3-jährige Weiterbildung zur / zum ErziehungsmediatorIn
  • Tagung „Starnberger Wochenende“ (im 2jährigen Turnus – Wir nehmen Sie gerne in unsere Adressenliste für die Einladung auf!) und
  • akute Konfliktarbeit (Mediation) in Konflikten zwischen ErzieherInnen und/oder ElternInteressenten können sich mit dem IFZE in Verbindung setzen

Angebote für Schulen + Eltern

Angebote für Schulen + Eltern

Grundsätzliches
(die ausführliche Broschüre können Sie als PDF hier herunterladen)

Das Institut für Zusammenarbeit im Erziehungsbereich (IFZE) übernimmt als Bürgerinitiative und ausschließlich durch Privatengagement von Fachkräften verschiedener Disziplinen die Aufgabe, alle am Erziehungsprozess Beteiligten zur Kooperation zusammenzuführen und ihnen bei der Konfliktarbeit entsprechende Hilfen anzubieten.

Der als gemeinnützig anerkannte Trägerverein ist Mitglied im DPWV Bayern und hat sich die Förderung der Zusammenarbeit der mit der Erziehung befassten Erwachsenen zum Anliegen gemacht, um Loyalitätskonflikte bei Kindern und Jugendlichen zu minimieren und mitzuhelfen, dass sie Erwachsene nicht gegeneinander ausspielen können.

Dieses Anliegen ist ursprünglich aus der Arbeit des Unterausschusses „Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberatung und Schule“ im Bayerischen Jugendhilfeausschuss erwachsen und soll der Umsetzung des politischen Willens dienen, Jugendhilfe und Schule in der Zusammenarbeit zu unterstützen und Eltern mit einzubeziehen. Insofern übernimmt das IFZE eine staatliche Aufgabe durch Bürgerengagement.

Um dazu beizutragen, dass das in der Verfassung verankerte Recht auf Erziehung und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern durch die Zusammenarbeit derer, die sie erziehen, umgesetzt werden kann, haben wir bisher folgende Angebote für Eltern, ErzieherInnen, Fachkräfte aus Schul- und Erziehungsberatung und LehrerInnen erarbeitet:

  1. Projekt der Zusammenarbeit zwischen Schule, Kindertagesstätten und Eltern: „Unser Kind kommt in die Schule“
  2. Projekt „Grundschule und was dann?“
  3. „GeLf“ – „Gemeinsam eine Lösung finden“
  4. Konfliktarbeit und Kommunikation
  5. Projekt „Hand in Hand“ (begleitend zu „Faustlos“)
  6. „Unsere Schüler – Eure Kinder“
  7. Projekt „Wie gehen wir miteinander um?“
  8. Projekt „Worauf es wirklich ankommt“ (Werteerziehung)
  9. Wie erziehen wir zur Teamfähigkeit?
  10. Tagungsprojekt: „Starnberger Wochenende“

Dozentinnen und Dozenten:

Dozentinnen und Dozenten:

Elisabeth Breit-Schröder, Dipl.-Psych., Fam.therapeutin, Supervisorin

Hans Dusolt, Dipl.-Psych., Mediator

Dr. Monika Hintz, Biologin, Erziehungsmediatorin, (Organisation der Weiterbildung)

Heinz Huber, Dipl.-Psych., Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

Gabriele Krause, Lehrerin, Tanztherapeutin, Erziehungsmediatorin

Hermann Meidinger, Staatl. Schulpsychologe, Dipl.-Psych., Supervisor

Dr. Reinhold Miller, Lehrer, Lehrerausbilder, Autor (Literatur für den Bildungs- und Kommunikationsbereich)

Christina Plückhahn, Lehrerin, Diplom in Kommunikationsdesign

Prof. Roland Proksch, Jurist, Mediator

Elfie Schloter, Dipl.-Psych., Familientherapeutin, Supervisorin (Leitung der Weiterbildung)

Martin Schuster, Lehrer, Theologe, Montessoripäd.

Gertrud Wölke, Dipl.-Psych., Fam.-therapeutin, Mediatorin, Supervisorin

Veranstaltungen

Veranstaltungen

Kurs: Mathe für Kids

Wie Kinder durch einen spielerischen Umgang mit Zahlen und
Aufgaben die Angst vor Mathematik überwinden lernen
Kursleitung: Alexandra Garben
(weiterlesen im Text)

Lehrgang: „Erziehung, die stärkt!“ 

Grundlagen der Existenziellen Pädagogik nach Viktor Frankl
Kursbeginn: auf Anfrage

Kurs für junge Erwachsene (18+) -Miteinander statt Gegeneinander-

Ort: im IFZE, Seeburgstraße 18, 82515 Berg am Starnberger See
Beginn: auf Anfrage
Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung Kontakt
(pdf herunterladen)

Kommunikationsseminar: „In Konfliktsituationen mit Kindern, Jugendlichen, KollegInnen und Partnern „erwachsener“ handeln lernen“

Beginn: auf Anfrage
Anmeldungen an das IFZE, Seeburgstr. 18, 82335 Berg,
Tel: 08151 953 951, Fax: 08151 50120, Email: ifze.mail(at)t-online.de

Letztes STARNBERGER WOCHENENDE:

15.-17. Juni 2018
Thema: „Lust auf Lernen? – Wie wachsen Kinder in die Welt?

Starnberger Wochenende

Starnberger Wochenende

Das Starnberger Wochenende ist eine Tagung für ALLE am

Erziehungsprozess Beteiligten in 2-jährigem Turnus

Hier ein Rückblick auf das 18. Starnberger Wochenende vom  15. – 17. Juni 2018  Ein Blick aus dem Auditorium

Thema: „Lust auf Lernen? – Wie wachsen Kinder in die Welt?“

Starnberger Wochenende 2018

Programm und Referentenliste können Sie als PDF hier downloaden.

Das Starnberger Wochenende will LehrerInnen, SchulpsychologInnen, MitarbeiterInnen aus Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen, Eltern, ErzieherInnen und SchülerInnen zusammenführen und zur Zusammenarbeit anregen. Es wird seit 1987 veranstaltet. Seit 1989 unter der Trägerschaft unseres damals neu gegründeten Vereins „Verein zur Förderung der Zusammenarbeit im Erziehungsbereich e. V.“
Diese Initiative ist entstanden aus der langjährigen gemeinsamen Arbeit im Unterausschuss „Erziehungsberatung und Schule“ des Bayerischen Landesjugendwohlfahrtsausschusses, der „Empfehlungen“ für die Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche erarbeitet hat.

Der auf ganz Bayern bezogene Erfahrungsaustausch dieser Tagung unter allen am Bildungs- und Erziehungsprozess Beteiligten, die Vorträge, die vorgestellten Projekte und Gruppengespräche wollen Anstoß geben für eine mutigere Zusammenarbeit zwischen Schule und Erziehungsberatung, bzw. zwischen LehrerInnen, Schulberatungsdiensten und Eltern, sowie mit therapeutisch arbeitenden Fachkräften in Bayern. Die Themen sind innovative Angebote für Bildung und Erziehung in Elternhaus, Schule und Kindertagesstätten.

Das Treffen beginnt in der Regel an einem Wochenende im Frühjahr oder Herbst am Freitagnachmittag um 16.00 Uhr und endet am Sonntagmittag gegen 13.30 Uhr. Plenumsveranstaltungen und Gesprächsangebote in Gruppen wechseln miteinander ab.

Durch gemeinsames Lernen können die TeilnehmerInnen Vorurteile abbauen und neue Perspektiven für den Erziehungsalltag mit SchülerInnen entwickeln. Einer konstruktiven Kritik an ineffektiven Lernstrukturen sollen hoffnungsvolle gemeinsame Anstrengungen folgen, die ein kindbezogenes und ein auf aktuell veränderte gesellschaftliche Situationen, wie z. B. Video und Computerentwicklungen, Umweltgefährdung, Arbeitslosigkeit, Aids u. a. reagierendes Bildungsangebot fördern helfen. Lernen und Lehren ist immer eingebunden in einen menschlichen Dialog zwischen LehrerInnen, SchülerInnen und deren Eltern und – wenn er eingeschaltet ist – dem Schulpsychologen und dem Erziehungsberater.
Deshalb liegt der Akzent der Anregungen im Beziehungsbereich dieser Gruppen, zumal es hierfür noch kaum gemeinsame Fortbildungen gibt.
Erziehungsberater können kraft der Kompetenz, die aus ihrem Erfahrungsalltag und ihrer therapeutisch-beraterischen Tätigkeit erwächst, da Vermittler sein, wo das Gespräch nicht in Gang kommt. Wenn LehrerInnen oder auch SchülerInnen und ihre Eltern Hilfe brauchen, weil sie in ihren Beziehungen und im Lernen blockiert sind, können MitarbeiterInnen aus Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen als Partner dazu beitragen, dass sich Blockaden lockern, vor allem dann, wenn sie vorwiegend im Familiensystem oder im Schüler selbst begründet liegen.
In der intensiven Arbeit mit dem Schüler und seiner Familie liegt ein Abgrenzungskriterium zwischen Schulberatung und Erziehungsberatung, die ja Überschneidungspunkte in ihren Arbeitsbereichen haben. Es wäre wünschenswert, dass es vor Ort zu Absprachen kommen könnte, um Parallelarbeit zu vermeiden.

Auch dazu soll das „Starnberger Wochenende“ beitragen:
„Wer sich kennen und respektieren lernt, kann auch miteinander reden.“

 

Weiterbildung

Weiterbildung zum Erziehungsmediator

Wo sind die Menschen, die sich für Kinder, Jugendliche, ihre LehrerInnen und Lehrer und für ihre Eltern engagieren wollen?

Damit sich in Konflikten, bei Ausgrenzung, Mobbing und Streit ein Gegeneinander in ein Miteinander wandeln und bei Angst vor Versagen in der Schule Zuversicht und Vertrauen in sich selbst und in andere wachsen kann!

Wer sich mit auf den Weg machen möchte, über einen Zeitraum von drei Jahren einmal im Monat einen Freitagnachmittag und -abend (15 – 21 Uhr) und einen Samstag (9 – 18 Uhr) zu lernen,

  • wie Erziehung durch Beziehung, wie Streitschlichtung und Lernen durch Begeisterung,
  • wie Ermutigung, Zutrauen und Achtung vor der individuellen Begabung von kleinen und großen Menschen geht,
  • wie Konfliktarbeit in Familien, in der Schule und in Kindertagesstätten möglich wird,
  • wie Menschen, die in Streit gefangen sind, zur Versöhnung finden können,

ist herzlich eingeladen, an unserer berufsbegleitendenWeiterbildung zum/zur Erziehungsmediator/in teilzunehmen.

Erziehungsmediatoren
AbsolventInnen der Weiterbildung zum Erziehungsmedator

Beginn des neuen Kurses voraussichtlich:  11./12. Oktober 2019

Ort: Bildungsakademie des Montessori-Landesverbandes, Hirtenstr. 26, 80335 München (Nähe Hbf)

Dauer der Weiterbildung

Oktober 2019 bis September 2022, je ein Wochenende (Fr 15-21 Uhr und Sa 9-18 Uhr) pro Monat, außer Dezember. Im August 2021 am Anfang der Sommerferien und 2021 und 2022 in der 2. Osterferienwoche treffen wir uns anstelle des Wochenendes für je eine ganze Woche in einem Tagungshaus. Diese Seminare sind der eigenen Biografiearbeit gewidmet. Diese Zeiten der Selbstreflexion sind eine Besonderheit unserer Weiterbildung. Durch jahrzehntelange Erfahrung in unserer Arbeit im Erziehungs- und Bildungsbereich und bei bereits sieben erfolgten Weiterbildungskursen sind wir überzeugt, dass nicht nur Wissensvermittlung allein, sondern auch Erkenntnis und Verstehen des eigenen Lebenswegs notwendig sind, um eine effektive Mediationsarbeit leisten zu können.

Arbeitsbereiche

Die von uns zertifizierten Erziehungsmediator/innen arbeiten in Kindertagesstätten, in Schulen, in Vereinen, die Jugendarbeit leisten, mit Familien und in eigener Praxis. Unser Verein ist Mitglied im Bundesverband für Mediation (BM).  Durch unsere Zertifizierung als Erziehungsmediator/in ist es also möglich, sich im Bundesverband für Mediation (BM) lizenzieren zu lassen.

Aufgaben der Erziehungsmediator/innen

Erziehungsmediatoren/innen unterstützen Kinder, damit sie in der Schule gut mitarbeiten können. Dazu gehört:

  • dass sie sich angenommen und gesehen fühlen
  • dass sie sich verstanden fühlen
  • dass ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird
  • dass die Integration in die Klassengemeinschaft gelingt
  • dass sie Freunde/Freundinnen finden
  • dass in Gruppen miteinander gearbeitet werden kann
  • dass sie eigenaktiv zu den Themen des Lehrplans beitragen können
  • dass ihre eigenen Interessen beachtet werden

Dann können sie sich zutrauen, den Anforderungen gewachsen zu sein und Freude am Lernen entwickeln. Jede Form von Infragestellung und Abwertung gefährdet den Lernerfolg. Streit, Ausgrenzung und abwertender Umgang sind Motivationskiller für das Lernen.

Erziehungsmediatoren/innen unterstützen im System Schule, dass Lernen und Beziehung gelingt.

Anmeldung und Auswahlverfahren

Derzeit wird der Kurs beworben, da noch einige Plätze frei sind. Ein Einführungsseminar hat am 5./6. April stattgefunden, dieses ist jedoch nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung.

Interessenten können alternativ auch ein Informationsgespräch in unserem Institut in Berg-Allmannshausen am Starnberger See vereinbaren. Dieses dient zur Information über die Ausbildung und zum gegenseitigen Kennenlernen.

Die Auswahl unsererseits von Interessenten für diesen Beruf ist notwendig, weil wir während der Ausbildung neben der Wissensvermittlung einen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung anstoßen wollen, der die Mediative Haltung möglich macht. Dies ist eine Besonderheit unserer Ausbildung.

Bei Interesse melden Sie sich bitte in unserem Büro.

Mehr Infos für Sie zum Download.

Wissenswertes für Sie:

Unser aktuelles Beiheft mit allen Informationen zum Erziehungsmediator (pdf herunterladen)

Kurzbeschreibung des Berufsbildes (pdf herunterladen) und Anmeldeformular

Lehrplan zur Weiterbildung (pdf herunterladen)

Dozentinnen + Dozenten der Weiterbildung

Unsere Projekte

Projekte

Folgende Projekte werden zurzeit durchgeführt:

Unsere Projekte– Erziehungshilfen für junge Eltern (weiterlesen)

– Unser Kind kommt in die Schule (weiterlesen)

– Grundschule und was dann? (weiterlesen)

– Unsere Schüler – Eure Kinder (weiterlesen)

– Wie erziehen wir zur Teamfähigkeit? (weiterlesen)

– Wie gehen wir miteinander um? (weiterlesen)

– Sozialtraining (weiterlesen)

– Konflikt-Training für LehrerInnen, Eltern + SchülerInnen (Peermediation) (weiterlesen)

– Erwachsener und realitätsbezogener handeln lernen (weiterlesen)

– Worauf es wirklich ankommt (weiterlesen)

– Elternkurs „Hand in Hand“: (begleitend zu „Faust-los“) (weiterlesen)

– Tagung: „STARNBERGER WOCHENENDE“ (in 2-jährigem Turnus)

Was wir tun

Wer – was ist das IFZE ?

(pdf herunterladen)

Das IFZE ist eine private gemeinnützige Initiative mit dem Ziel der Förderung konstruktiver Zusammenarbeit im Erziehungsbereich:

Dies geschieht durch das Erarbeiten und Umsetzen konkreter Hilfen und innovativer Formen des Miteinanders für alle am Erziehungsgeschehen beteiligten Personenkreise.
Schwerpunkte sind dabei die Entwicklung von Projekten und Modellen der Kooperation, die Unterstützung bei konkreter Konfliktbewältigungsarbeit durch Erziehungsmediatoren und das Angebot gemeinsamer Fortbildungen.

Durch eine 3jährige Weiterbildung von TeilnehmerInnen mit entsprechenden Vorberufen zum / zur ErziehungsmediatorIn wird diese Arbeit möglich.

1. Die Tagung: „Das Starnberger Wochenende“ (im zweijährigen Turnus veranstaltet)
Ziel: Das Zusammenführen von Interessierten aus den unterschiedlichsten Disziplinen der Erziehungsarbeit zum gemeinsamen Lernen und dem gegenseitigen Austausch.
Kennzeichen:

  • Ein besonderes Rahmenthema, unter dem jedes Starnberger Wochenende steht (z. B. „Leistung und Beziehung“ oder „Mit Gefühlen leben lernen“).
  • Der Wechsel von Plenumsvorträgen, Gesprächskreisen in Kleingruppen und einer Podiumsdiskussion.

2. Unsere vielfältigen Projekte – hier können Sie weiterlesen
3. Training in Kommunikation und Konfliktarbeit
Ziel: Die Förderung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit von am Erziehungsgeschehen Beteiligten.
Für Personenkreise wie ErzieherInnen, LehrerInnen und SchülerInnen.

Kennzeichen: Für jede Zielgruppe werden spezielle, passende Programmangebote entwickelt.

Angebotsbeispiele:

  • Für ErzieherInnen/LehrerInnen:
    Kommunikationstraining „Konstruktiv Elterngespräche führen“, „Gewaltprävention“
    Konflikttraining „Mediatives Denken und Handeln“ (eine Möglichkeit, besser mit Konflikten umzugehen)
  • Für LehrerInnen und Lehrerkollegien:
    Konfliktarbeit Lehrerverhalten (Umgang mit Angst und Aggression),
    „Chancen mediativer Konfliktlösung in der Schule“ (Konfliktbearbeitung mit Klassen)
  • Für SchülerInnen:
    Ausbildung von Schülern aller Schultypen zu Streitschlichtern und Begleitung bei ihrer Tätigkeit.
    Ausbildung von Lehrern aller Schultypen zu Betreuern von Schülerstreitschlichtern mit anschließender Begleitung in Erfahrungstreffen.
    Die Förderung von Eigenverantwortlichkeit, Konzentration, Anstrengungsbereitschaft, Motivation und sozialer Integration von SchülernInnen.
    Kennzeichen: Individuelle Erziehungsarbeit in Kooperation von Eltern und Lehrern
  • Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften:
    „Unsere Schüler – Eure Kinder“, Beschreibung als Beispiel für die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrkräften

 

 

Leitung und Mitarbeiterinnen des IFZE

Die Personen im IFZE

Es gibt viel zu tun und daher braucht es engagierte Menschen, die Zeit und ihr Wissen investieren, um etwas zu bewegen:

Leitung

Elfie SchloterElfie Schloter, Dipl. Psychologin, phsychologische Psychotherapeutin, Supervisorin.
Auswahl der Bewerber für Weiterbildung zum Erziehungsmediator und der Dozenten, verantwortlich für Curriculum und Prüfungskommission, Praxisanleitung und Fallarbeit bzw. Projektarbeit.

Telefonzeit täglich von 8.00 bis 9.00 Uhr – Kontakt

Sekretariat / Verwaltung, Belange des Vereins und des IFZE:

Claudia Heucke
Bürozeit: Dienstag und Donnerstag von 8.00 bis 12.00 Uhr Kontakt

Organisation der Weiterbildung zum / zur ErziehungsmediatorIn und Vertretung des IFZE im Forum Bildungspolitik Bayern:

Dr. Monika HintzDr. Monika Hintz, Erziehungsmediatorin und Biologin

Projektarbeit und Bücherei:

Angelica SchwaigerAngelica Schwaiger, Dipl. Soz. Pädagogin, Erziehungsmediatorin,
systemische Kinder- und Jugendtherapeutin

Organisation der Tagung „Starnberger Wochenende„:

– Margarete Blunck
– Dr. Monika Hintz
– Martina Schindlmeier
– Angelica Schwaiger

 

Weitere MitarbeiterInnen finden Sie bei den jeweiligen Informationen
über die Projekte, die Weiterbildung und unter den Veranstaltungen.